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  • Im wieder dieser Tag

    Jedes Jahr aufs neue kommt der Oktober Blues. Die schlimmsten Jahre waren die ersten, die in denen ich noch nicht weinen konnte. Irgendwann wurde es leichter und ich brauchte keine Tränen mehr. Es ist jetzt schwer zu erklären, dass dieser Zustand zumindest bis 2014 bestand. Eine Nacht, ein Lied und in mir brach die ach so dicke Mauer, die ich Jahr für Jahr dicker gemauert hatte. Ich vertraute auf ihren Schutz und danach erst erkannte ich, dass ich vor mir selbst weggelaufen bin. Ich redete nur in Gedichten über meine innere Welt. Selbst dort belog ich mich oder verschleierte es hinter Metaphern.

    Wunden bleiben Narben. Der Schmerz vergeht oder der Körper gewöhnt sich an sie und blendet sie aus. Doch es gibt diese Umstände da beginnen die Narben zu jucken oder besonders stark zu schmerzen. Wie eine Erinnerung die plötzlich da ist.

    Über die Jahre hab ich im Ausschlussverfahren einige Techniken probiert die mir vielleicht durch den Oktober helfen. Darunter waren auch Selbstgeiselungen. Ich habe aufgehört zu rauchen, Kinder in die Welt gesetzt, all meine Kindheitsträume erfüllt. Nichts war je genug. Im November konnte ich immer zurückblicken auf eine tiefe Schlucht im Gefühlsbild des Jahres. Sicherlich war sie manchmal flacher manchmal tiefer. Doch nie war sie wirklich weg. Es ist wohl ein Makel der mir eben wie eine Narbe auf ewig erhalten bleibt.

    Leider muss ich auch gestehen, dass die Oktober die wirklich gut angefangen haben, meist einen richtig fiesen Knüppel bereit hielten. Ich habe gelernt der Angst vor diesem Monat kein Futter zu geben und doch war sie mit ihren Andeutungen zwar vage doch ebenso treffsicher. Dieses Jahr habe ich nicht ganz freiwillig ein viel zu lange aufgeschobenes Gespräch geführt. Offen und ohne Lügen. Einige Tage dachte ich, dem Monat ein Schnippchen geschlagen zu haben. Zumindest war eine Menge Last von mir abgefallen.

    Doch der Oktober wäre nicht der Oktober, hätte er dafür nicht schon einen Ersatz gefunden. Genau so sitze ich heute hier und tippe diese Zeilen. Völlig egal wie gut ich mich die letzten Wochen hielt. Das Loch ist da und es sieht nur ein wenige anders aus. Danke für den heutigen Tag…. NICHT !!!


  • Dunkle Termine

    Posted on by Falko

    Es sind Momente die immer wiederkehren,
    vor 21 Jahren gab es eine solchen,
    unsere Eltern standen vor mir,
    so erwartet und doch so ein großer Schock

    Du hast den letzten Kampf verloren,
    die Krankheit hatte dich besiegt,
    so klein und doch so kräftig warst du,
    es hat nicht mehr gereicht.

    Wieder blieb mir nur das warum.
    Ich konnt es mir bislang niemals erklären,
    alles mag für etwas gut sein,
    doch hier vermag ich es noch nicht zu sehen.

    Einige Narben meiner Seele bluten heute,
    jene die deinen Namen tragen.
    So sende ich dir den lieben Gedanken,
    wo immer du nun seine mögst.

    Ruhe sanft kleine Schwester *schnief*


  • 26 Jahre die du nie wurdest

    Liebe Diana,

    wir hatten nicht mal ein Fünkchen Zeit zusammen und doch oder gerade deswegen vermiss ich dich so sehr. Ich hasse mich für jede Minute, Sekunde, jeden Augenblick der ich nicht der Bruder an deiner Seite war. Ich habe kaum Gelegenheit dein Bruder zu sein. Durfte dich deine letzten 2 Jahre kaum sehen. Nun ist dein Neffe in deinem Alter und …

    Ich stelle eine Kerze ins Fenster für dich … ich würde so vieles geben jetzt mit dir Geburtstag zu feier an statt nur an dich denken zu können.

    Ein leerer Stuhl, eine fehlende Geburtstagstorte, ein fehlendes Geburtstagskind. *heul*

     

    In tiefer Trauer merken, dass da noch Freunde sind denen es noch schlechter geht als mir selbst. *nutzlos und trauernd* eine geniale Mischung.


  • Ob es wohl leise Bumm macht?

    Posted on by Falko

    …oder ob es überhaupt wer merkt wenn zwei Welten zerplatzen, einfach so?

    Es gibt so Momente im Leben die sind dunkel, finster und es gibt jene in denen die schönsten Lieder ihre Bedeutung verlieren, eine Andere einnehmen und immer noch zu 100% passend sind.
    Es gibt Bodenwellen, Löcher die irgendwo einen Boden haben und Abgründe in die man fällt und fällt und fällt. Dabei wird von Minute zu Minute der Schmerz unerträglicher.

    Jetzt stelle man sich vor an so einem Abgrund steht man, Hand in Hand mit einem sehr wertvollen, lieb gewonnen Menschen, den man zuletzt erst aus eben so einem Loch heraus gezogen hat. Sieht diesem tief in die Augen und dann lassen beide los und fallen nebeneinander weit tiefer als je zu vor. Jeder der Beiden denkt nur daran dem Anderen nicht weh zu tun.


  • Nachruf

    Irgendwie tut mir mein gestriger Eintrag leid. Habe ich doch gestern erfahren, dass einer unserer Kollegen zwischen den Jahren verschieden ist.

    Ja er hatte Krebs und der war letztlich sehr offensichtlich. Er litt sehr darunter und nach meiner Schwester (gleiches Schicksal) weiß ich noch immer nicht was eigentlich besser ist.

    Auch wen ich nur kurz mit dir arbeiten durfte warst Du einer der seltenen Kollegen die immer jeden aufheitern konnten, Ruhe in Frieden.