Tage des Donners Tag mies 1/2

Es scheint derzeit meines Schicksals Weg, mir Unglück, Ärger und Furcht zu senden und danach gleich wieder was das mich froh locken lässt.
Heute ist Montag, am Vormittag hab ich noch gearbeitet und wurde von meiner ABF zum Bahnhof geschafft. Ja in dem Moment als der Bahnhof im Blickfeld erschien, wurde mir bang ums Herz. Sicher war der Kaffee mit ihr schön und doch war mir klar was kommen wird. Es gig mal wieder nach Erkner nahe dem dicken B.
Ich war quasi schon in der Umarmung und somit auch schon weg. Da holt meine ABF eine Karte heraus, die ich vorher schon erspitzt hatte, mir aber nichts dabei dachte. Ich sehe die Buchstaben aber ich kann kaum aufnehmen was sie da schrieb. Zu sehr bin ich dabei meine Haltung zu bewahren, nicht die Tränen zeigen, weil ihr es so schon genug zu setzt.
Ich nehme mir die Zeit ihr nach zu sehen, bestimmt schreitet sie gen Auto. Bin also nur ich so, dem es so an die Nieren geht? Nein bin ich nicht, aber das sollte ich erst viel später erfahren.  Ich bin nur begeistert wie sie es trägt, sicher auch um mir den Abschied nicht zu schwer zu machen.
Einige Verwirrung um den Schienenersatzverkehr später ist mein ICE schon weg. Also nahm ich den nächsten. Als wir so langsam auf Fulda zu rollen, wird es in meiner Brust noch viel enger. Mir war bereits  klar das ich keinen Anschluss bekomme, aber ich dachte da sein zählt bei der Bahn zumindest ein klein wenig.

Dank dem Chaos hatte ich keine Chance vor 21 Uhr im Hotel in Erkner einzulaufen. Auf dem Weg vom S-Bahnhof zum Hotel hat sich dankenswerterweise auch noch ein Fuß meines Trolies. Okay ich hatte Ei Geschenk dabei, ein sehr emotionales, das mit dem Konzert zu tun hatte. Dazu noch eine Sammlung meiner Gedichte. Alles da um in Kombination meine Laune stringend in die Tiefe zu ziehen.
 
Allein und völlig tot von 7 Stunden Reise, sitz ich nun im Hotelzimmer, lass Souls in der Schleife laufen. Die Augen sind schon jetzt salzig benetzt. Tief gespalten versucht mein Geist halt zu finden. Selbst alle beiden mir am nächsten stehenden Frauen, vermögen mich da nicht heraus zu ziehen. Mir selbst und Facebook-Sprüchen überlassen, versinke ich Zentimeter für Zentimeter im Selbstmitleid. Ich weiß das ich genau das tue. Ich weiß das es falsch ist, aber ich weiß nicht wie ich die Spirale stoppen kann.


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