R.I.P. Schwesterherz

18 Jahre ….

eine lange Zeit um der Wunde Heilung zu zugestehen …

Die Narbe ist noch immer da, das Stück im Herzen wurde nie ersetzt, auch wenn es viele Anwärter für diesen Job gab, gibt und vielleicht auch wieder geben wird.

Mir fehlt ein Mensch der mir bedingungslos vertraut, sich mir öffnet und dem gegenüber ich das auch tun kann. Ohne jegliche Erwartungen, Verurteilungen und Machtspielchen. Das Grenzenlose ist was mir fehlt. Bislang habe ich nur Menschen kennen gelernt, ja auch sehr wirklich liebe Menschen, denen ich viel Vertrauen entgegen brachte und bringe, die mir das auch zurück geben. Aber irgendwann stoß ich bei jeden an eine Mauer die mich abprallen lässt.

Ich weiß nicht wie es wäre eine echte kleine Schwester zu haben, die nun schon 25 Jahre alt wäre, erwachsen, sicher genau so dickköpfig wie der Rest der Familie. Familie…mit ihr würde es diese vielleicht noch geben…und wo wäre ich dann?

Leider muss ich unter Tränen zugeben, genau die Narben meiner Geschwister, all das Leid und die Trauer haben mich zu dem Menschen gemacht. der ich bin und als der ich mich auch wohlfühle.

Ich bin mir nicht sicher ob ich ohne das und dem Durchsetzungsvermögen das aus der Verzweiflung geboren wurde, die Wende und mein Leben danach so gut auf die Reihe bekommen hätte. Vielleicht wäre ich nur ein weiterer in einem vogtländischen Kaff lebender Single, vielleicht ein dauerbesoffener Hartz 4’ler oder gar noch was Schlimmeres.

Da wo ich stehe steh ich gut. Was war ist mies gewesen, wünsch ich wirklich niemanden, auch denen auf der „Liste“ nicht.

Ich hoffe liebste Schwester ich habe dein Erbe bewahrt. War dein Tod auch sinnlos, so habe ich doch versucht dein Andenken so hoch in mir zu halten wie es möglich war…in jeder schweren Zeit, weiß ich, meine schlimmste Zeit im Leben hat ich schon 2 mal. Damit verglichen war alles danach nur oberflächliche „Abschürfungen“.


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