letzte Nächte #NotJustSad

Es begann schleichend. aber wie schreibt der SZ Artikel recht gut. Irgendwann rattert der Zähler für den Hashtag #NotJustSad nur noch. Ich schaffe nur noch durch herauspicken, mir gute Sachen durch zu lesen. Unter anderem stoße ich auf diesen Blog.

Der Twitterer @zweifeln geht sehr offen damit um. Mein Helfersyndrom schreit ganz laut: „was habe ich die ganzen Jahre falsch gemacht?“ Seine Tipps sind da sehr Hilfreich:


 


 


 


 
Mein Resumé Tweet:
 


Ich beschäftige mich im Gedanken immer wieder mit Jeanna und stolpere zwangsläufig über den SZ Artikel ich kann das Journalistisch sicher mit diesem Eintrag nicht toppen, will ich auch gar nicht.

Was mich umtreibt sind andere Gedanken, Erinnerungen an Gespräche bei einem Bier in Jeanna’s Küche über Themen die man unter „ähnliche Vergangenheit“ ganz gut zusammengefasst bekommt. Ich habe die gleichen Anlagen wie sie, ähnliche downs, wo ich mich zwinge nicht „Decke über Kopf“ zu spielen. Doch niemals bin ich wirklich auf den Gedanken gekommen depressiv zu sein. Deprimiert ja das war ich oft. Wie ich gelernt habe, ist das in meinen Augen zurecht ein großer Unterschied. Die Leere die viele spüren, kenn ich schon aus Beschreibungen vor #JustNotSad. Ich habe diese nicht. Eine Freundin hat mir das vor Wochen mal per Audioaufzeichnung um die Ohren gehauen. Also Gefühlskalt bin ich scheinbar nicht. Auch unreflektiert trifft es nicht, nur bin ich im ziehen der Schlüsse wohl in letzter Zeit nicht sehr zielsicher gewesen.

Ich lege für mich letztlich fest, ja ich habe miese Tage an denen ich zum Teil auch zu Recht deprimiert bin. Aber ich bin nicht depressiv. Darf man das so einfach? Ist es wie mit einem Verrückten der nicht merkt wie er verrückt wird? (Das ist gerade absichtlich überspitzt) Es ist diese Gedankenspiralen die mich nie wirklich los lassen. Ja auch ich habe Trigger die mich in ein tiefes Loch fallen lassen. Doch trotzdem hab ich noch immer das Gefühl mich am Rand fest zu  halten und auch sofort Leute um mich zu haben die mir raus ziehen. Nein ich habe zwar passende Symptome, aber noch hoffe ich bin ich nicht depressiv. Und eigentlich ging es mir darum zu helfen. Am Ende hab ich nur noch selbst reflektiert. Der fühlt das…wie ist das bei mir. Herzlichsten Glühstrumpf und willkommen in der Abwärtsspirale….*gurgelndes Abflussgeräusch*


One Response to letzte Nächte #NotJustSad

  1. Hey!

    Um vlt noch auf deine zusammengefasst Frage zu antworten: „Wenn die Hilfe zu weit ging, die Grenze überschritten wurde, man den Anderen nicht mehr erreicht, was dann?“

    Nichts. Wenn depressive Menschen dich nicht an sich heran lassen, lass ihnen den Abstand. Du kannst sich nicht zu ihrem Glück zwingend. Je mehr Druck du aufbaust (auch wenn du nur helfen willst), je schlimmer wird die Situation.

    Manche Dinge brauchen Zeit. Irgendwann wirst du vielleicht wieder helfen können, aber wenn es nicht geht, geht es nicht. Du kannst dich anbieten, zu helfen, aber mehr geht echt nicht. (Und auch eine Therapie macht nichts anderes. Therapeut*innen bieten dir an, mit ihnen zu reden. Sie werden niemals etwas erzwingen. Sie versuchen durch gute Fragen einen Weg zu öffnen – aber den Weg müssen die depressiven Menschen doch selbst gehen.)

    LG