Ewigheim im Backstage – hier mercht der Chef noch selbst XD

Ewigheim „Auf Abwegen“ Tour Plakat

11. Februar 2017…Ort: Backstage zu München Mir spuckt mal wieder die Phillip Boa Ansage durch den Kopf. (wer verstehts?)

Der Abend begann wieder im Hotel. Auf dem Weg zum Münchner Hauptbahnhof, wird mir Klar, dass ich ohne Powerbank nicht wirklich weit kommen werde. Akku bei 45% das muss ziemlich eng werden. Egal, ich wollte das Konzert sowieso genießen. Also such ich mir mal eine SBahn. Was sich anhand der Beschilderung eher schwierig darstellte.

An der Haltestelle Hirschgarten raus aus der SBahn und über die Brücke, schon war ich da. Wegen Kärbholz war ziemlich viel schon davor los. Einige haben mich mit meinem Onkelz – lastigem Shirt etwas schief angesehen, aber das würde der Merchstand aber gleich richten 🙂

Ich sehe aus der Vergangenheit unseren guten Hutze hier stehen, wie er Lily und mich in Empfang nimmt…damals. Im Gedanken wünsche ich ihm gute Besserung. Überhaupt erinnert so alles an den Abend damals. Wieder viele Leute vor der Anderen Halle, Knuffi auf dem Sum41 Konzert wäre musikalisch auch gern bei Kärbholz…Wie Tobias damals sicher gern bei Leningrad Cowboys wäre. Ich geh den bekannten Weg. Wieder in den Club des Backstage. Dieser ist wie damals nahezu leer. Diesmal gibt es Merch. Das ist anders als damals.

Da es noch recht früh ist mach ich erstmal Umsatz…Shirt und Edelstoff. Nach dem ich noch mal an der Garderobe war um die Shirts und meine Pulli ab zu geben, ereilt mich die nächste Erinnerung, wie die Eschies einfach mal die Klamottenausgabe übernehmen, weil wir uns mit ihnen backstage im Backstage verquatscht haben. Vor der Tür stehen einige Leute mehr. Ich vermute es wird wohl doch voller. Die Türe geht auf und die erste Patchoulie Wolke erreicht meine Nase.  Wie hab ich das vermisst…ups falscher Erinnerung. XD

Als erste Vorband  Smoke the Sky die Musik ist durch 2 eGitarren schon recht aggressiv. Doch der Klub ist noch zu leer und richtige Stimmung kommt nicht auf, auch wenn die drei ihre Haare sehr oft fliegen lassen und gute Laune ausstrahlen. Ich behalte sie mal im Hinterkopf, aber zum CD Kauf haben sie mich nicht animiert. Aber auch sie holen eine kleine Erinnerung heraus. Instrumente so brachial laut und/oder Sängermikro zu weit runter. Zumindest ist wie bei den Eschies manchmal nur durch Lippenlesen möglich den Text mit zu bekommen. Vor der Bühne stehen zwei Männer, die sich am Ende des Gigs um ein Plektrum fast streiten. Auf die komme ich am Ende noch mal zurück.

Nach einer kurzen Umbauphase, die gut für den Umsatz ist: altes Bier wegbringen und neues kaufen. Stehen auch schon The Fright auf der kleinen Bühne. Sie machen schönen härteren Gothic Rock auch wenn der Basist ein tätowierter Fleischberg mit ziemlich hoher Singstimme ist. Die er als Backvokals einsetzt. Wieder eine Erinnerung. Das Backstage ist da aber schon recht gut gefüllt und so langsam scheint auch die Partylaune vor der Bühne zu zünden. Auch verlässt der Sänger ein paar mal die Bühne um auf der Empore oder direkt aus dem Publikum zu singen. Das gefällt mir wirklich gut. Der Gig hat mir zwar nicht die Falten aus dem Sack gezogen, aber nun freu ich mich richtig auf Ewigheim.

Wieder kurz Umbau und ich nutze sie abermals wie gehabt. Doch nun merke ich das dieser kleine Raum ziemlich voll geworden ist. So einfach kommt man nicht mehr durch.

Mangels Handyakku, habe ich lieber ein paar Fotos gemacht, statt die Setlist mit zu schreiben. Aber ich bin mir ziemlich sicher das die aus Nürnberg die gleiche war. Ich habe leider keine andere online gefunden.

Als die 4 auf die Bühne kommen bin ich wahrlich etwas überrascht. Ja ich muss zugeben, dass ich nur die Musik kenne. TiiaAurora hat sie mir irgendwann in einem Letsplay ans Herz gelegt. Ich ließ mich überraschen, wer hinter dieser Musik steht. Voll unnerdig finde ich, aber es war auch ziemlich spontan. Man kann auch mal die Musik lieben ohne den Künstler zu kennen, nicht?

Jedenfalls war das Backstage nun richtig gut gefüllt und diese Stimme ist live viel mehr Gänsehaut und gleichzeitig Kraft. Das erste Lied war ich glaube ich nur komplett baff, bis mich die Damen neben mir anlächelte. Erst jetzt begriff ich, dass ich leise die ganze Zeit mitgesungen hatte. Was hatte ich erwartet? Genau eben nichts und nun standen da 4 Kerle und während die mir in Herz und Seele sangen versuchte ich die Überraschung noch zu verarbeiten.

Doch dann schmolz das Eis in dieser Musik und ich begann mich dem Tanz meiner Nachbarin anzupassen. Wir sangen laut mit, auch wenn wir uns ab und an gegenseitig mit der Textsicherheit aushalfen. 😀

Aber es gab auch einige Gäste die nur verträumt rumstanden, nach Patchoulie rochen und die Musik in sich fließen ließen. Etwas wofür sich Ewigheim auch perfekt eignet. Ich entschied mich weiter bei den feiernden Fans zu bleiben und genoss diese Party. Ewigheim brachten trotz ihrer düsteren Musik ein wunderschönen Gig rüber. Die Stimmung war für dieses Kleinod an Konzertraum viel besser als damals bei Eschenbach. Sagt meine Erinnerung. XD Aber dies soll kein vergleich der beiden Bands sein. Nur ein Gefühl und es war ein wunderschönes Gefühl.

Am Ende des Gigs teilte der Chef die Playlists an die in der ersten Reihe aus und nun komme ich auf die beiden die sich bei der Vorband schon gestritten haben zurück. Ich finde es eine tolle Aktion. Die beiden betteln um die letzte verbliebene Playlist. Kurzerhand, wurde diese auf der bühne in 2 Teile gerissen und jeder bekam einen. Die Gesichter göttlich und mein made my day zum Abschluss dieses wunderbaren Abends. Ich hätte noch zur Autogrammstunde gehen können, aber ich wollte zum Rest zurück. Also sah ich zu, dass ich mit meinem restlichen Akku noch durch München fand.

Zuerst brauchte ich aber noch etwas zwischen den Zähnen und ein Shirt für Knuffi. Letzteres war eher eine zufällige Idee, da ich mit meinem Essen abgelenkt direkt vor den Merchstand gestolpert bin. Die SBahn war diesmal schnell gefunden und fuhr auch in meine Richtung. Leider verdummte ich meinen Flugmodus zu aktivieren und damit war der restliche Akku auch pfutsch. So ganz ohne Smartphone versuchte ich also die letzte Etappe zu schaffen.

Wer den falschen Ausgang der Haltestelle nutzt, wird den Bus nicht finden. Etwas planlos herum irren später und einen Blick auf meine Uhr, sagte mir, dass jenes einsame Taxi nur für mich da steht. 😉 Dem „Münchner“ Fahrer zu verklickern, dass ich zur Rubinienstraße will, war schwerer als erwartet. Zu hoch deutsch oder zu schwere Zunge, ich weiß es nicht mehr. Irgendwie lotste ich ihn zu meiner gewünschten Haltestelle. Gegen 1 Uhr war ich dann bei Nine zuhause und nach einem Stück kalter Pizza ging es auch schon zu Bett. Etwas traurig den Rest wohl nicht mehr zu treffen. Es gab also keinen Abschied mehr und ich war auch froh bald zu schlafen.

PS: Wer den Hinweis mit Phillip Boa nicht verstanden hat, es gibt eine Liveaufnahme die mit „Eine Band von meiner Liste die ich im Leben noch einmal live gesehen haben will“ oder so ähnlich, beginnt.
Dies traf für Ewigheim zu. Diese Liste ist nun wieder einen Eintrag kürzer. 😀

PPS: Ich kann allen düsteren Menschen da draußen diese Musik nur empfehlen.