Geliebte der Nacht

by D.B.C. 22.07.08 3:45 Uhr

Sanft schlummerst Du auf schwarzer Seide,
wie eine Perle, steht ein Tropfen auf Deiner Lippe,
das fahle Mondlicht färbt Dein samtig Anglitz bleich.
ein laues Lüftchen weht leicht über Dein pechschwarzes Haar.

Plötzlich schlägst Du die Augen auf.
Kostest des Nachtens süsses Nass.
Siehst hoch in diese tiefe Nacht.
Spürst das was in deiner Nähe ist.

Ein Gefühl, es hält Dich wach,
zwingt Dich, bettelt, endlich nachzusehen,
Du schiebst die Decke ganz genüsslich tiefer,
beim erheben verdeckt der blutrote Samt die Blöße.

War das ein Schatten, ein Lichtstrahl dort?
Du siehst ihn stehen in der Dunkelheit,
fühlst; wie sein Herz schlägt in der Brust,
spürst; ja riechst wie das Elixier die Haut durchflutet.

Du kannst den Blick nicht von ihm lassen,
zu sehr begehrst Du diesen Trank.
Langsam tastet er sich vorwärts,
als ein kalter Schauer ihn durchrinnt.

Du stehst dicht hinter ihm ganz still,
leckst über deine roten Lippen,
Und wartest, wartest auf den einen Augenblick,
Dich zu laben an dem heiligen Getränk….



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