• Category Archives Gedichte
  • Die Flucht

    Die Flucht
    by D.B.C. 30.07.2014 20:45 Uhr

    Ist deine Welt im argen,
    flüchte nicht in eine Traumwelt,
    denn ist sie noch so perfekt,
    hält sie dir doch den Spiegel vor.

    Las‘ deine Träume frei,
    fliege auf ihnen davon,
    doch lande in deinem Leben,
    und setze sie dort um.

    Gib der Fantasie Freiheit,
    doch nie die Macht zu blenden,
    sie nutzt ihre Verführung,
    und nimmt dir deine Sicht.

    Lass Andere dir raten,
    doch bleibe willensstark,
    triff immer deine Entscheidungen,
    nimm das Ruder fest in deine Hand.

    Sei nett zu deinen Menschen,
    egal wie hart der Gegenwind,
    lieb alles was du hast,
    halt es fest mit jeder Hand.

    Doch wenn die Welt in Ordnung,
    dann flüchte nicht, dann leb!


  • Allein sein

    Allein sein
    by D.B.C. 30.07.2014 20:30 Uhr

    Die Nacht ist dunkel,
    umhüllt mich eng und einsam,
    schneidet tief in meine Seele,
    entzieht die aller letzte Kraft.

    Lustlos der Liebe entkommen,
    vollen Tränen schwarz wie Teer,
    Gefühlslos der Welt entsagend,
    schneiden Gedanken tief wie Krater.

    Die Wut übernimmt das Ruder,
    richtet es gegen das selbst,
    Angst trägt wundersame Bilder,
    legt Steine auf jeden Weg.

    Selbstmitleid zieht runter,
    lässt neue Sümpfe entstehen,
    der eigne Rat war weiße
    den selbst man nie versteht.

    Der Ausweg sich verborgen hält,
    kein Licht ist, das den Weg dir zeigt.


  • Die innere Leere

    Die innere Leere
    by D.B.C. 30.07.2014 20:00 Uhr

    Mein Körper läuft durch die Welt,
    so leer wie der Kosmos fühlt er sich an.
    Eine Hülle die sich verbraucht hat.
    Gefühle die längst schon nicht mehr wahr.

    Ich atme salzige Luft,
    weine Tränen bittersüß,
    Kotze Wehmut im hohen Bogen,
    doch fühl ich mich frei?

    Auf der Suche nach neuer Kraft,
    durchstreife ich nach altem Spaß,
    all meine dunklen Erinnerungen,
    erlebe Freude die nicht mehr glücklich macht.

    Verloren in einer Welt,
    einer Welt die ich mal kannte,
    auf der Suche nach Hoffnung,
    fand ich nur Leere und Schmerz.


  • Mein Gänseblümchen

    Mein Gänseblümchen
    by D.B.C. 29.07.2014 10:20 Uhr

    Du nahmst du mir ein Versprechen ab,
    nun steht es mahnend vor der Tür,
    zu reparieren was schleichend ging,
    Gefühle zu finden die mal waren.
    so zog ich aus in Wiesen und Felder,
    vorbei an all den Blümchen,
    sie mahnten mir den Weg,
    die Schritte in ungewisse Zukunft,
    fallen dem Reisenden am schwersten,
    ich kannte weder Ziel noch Weg,
    doch setzte Fuß vor Fuß,
    schritt einsam auf alten Wegen,
    die schon lange in Vergessenheit,
    auf der Suche nach dem Unbekannten,
    das mein Leben neu erfüllt,
    die Tränen an der Rast,
    gießen heimlich die Gänseblümchen.


  • Auf Gutes folgt der nächste Schlag.

    Es gibt Momente, die genießt man voll und ganz. Wohl wissend, dass wenn man diese hinter sich hat, der nächste Knüppel zwischen die Füße fliegt.
    So erging es mir gerade. Also die Knüppel, 2 an der Zahl. Wahrscheinlich absichtlich für jedes Bein einer. Gehauen von wunderschönen Händen aus dem Rücken. Ich glaube daran, das beide eigentlich von einer Hand geführt wurden.

    Nichts kann ich beweisen, aber ich bin entsetzt, wie viel Hass aus einer innigen Freundschaft entstehen kann. Warum man dir auch andere Freundschaften vergiften muss, die damit nichts zu tun haben. Nur weil man dir diese nicht gönnt. Dazu fällt mir ein Gedicht ein, dass ich mal aus einem komplett anderen Kontext heraus für eine Freundin geschrieben habe:

    Wut tut weh
    D.B.C. 6.1.13 23:15

    Wut tut weh wenn du in ihrem Weg stehst,
    Wut schmerzt wenn andere sie gegen dich hegen,
    Wut ist gnadenlos weil sie regiert über den Verstand,
    Wut verletzt wenn sie dich unerwartet trifft,
    Wut ist mies weil sie trifft fast immer den Falschen,
    Wut wirkt unerklärlich wenn der Sinn dir fremd,
    Wut ist unnütz denn sie verwundet meist Freunde,
    Wut verachtet dich egal was für ein Mensch du bist,
    Wut ist maßlos da sie realitätslos agiert.
    Wut belügt dich weil du auch dir mit ihr schadest,
    Wut ist unfair da sie sich gegen den Mensch selbst richtet,
    Wut sollte verboten werden, weil Keiner hat sie verdient.


  • Warum willst du ewig leiden?

    Warum willst du ewig leiden?

    by D.B.C.  25.10.2013 03:50 Uhr

    Gerade wenn du dich in den Schlaf trauerst,

    wird dieser selten eine wirkliche Erlösung sein.

    5 mal mittendrin zerknirscht wieder aufwachen,

    das elendige Gedankenkarussell von neuem starten,

    dich dabei immer nur allein gelassen fühlen,

    tonlos schreiend auf das wieder einschlafen warten,

    und doch nur auf die Erschöpfung hoffen.

    Nur um sich pausenlos durchs Bett zu wälzen,

    und gleich danach die Lider wieder aufzuschlagen.

    Nächte wie diese lassen Trauer fruchtlos wirken,

    wozu verdrängen und vergessen wir mit Absicht,

    wenn uns doch von Zeit zu Zeit Alles wieder einholt?


  • Wenn dich niemand kennt

    Wenn dich niemand kennt

    by D.B.C.  24.10.2013 21:52 Uhr

    Du siehst in den Spiegel,

    Betrachtest dein leeres Selbst,

    blickst in dich tief hinein,

    findest dich aber dort nicht.

    Wo ist dein Leben denn hin?

    Hier sind nur unzählige Stiche,

    schwarz quillt Altes dort heraus,

    Dunkel und zäh sickern Qualen hinab,

    trüben Gemüt und Laune ein.

    Noch immer ist da draußen Keiner,

    der deinen Schmerz überhaupt erkennt.


  • Der Schmerz verändert

    Der Schmerz verändert 

    by D.B.C.  24.10.2013 21:35 Uhr

    Alles was mit den Jahren daher kommt,
    ist die Verdrängung der schlechten Erlebnisse,
    doch nur weil du sie weit weg sperrst,
    die Wunde wird immer eine Narbe bleiben.
    Ist sie auch offensichtlich bestens verheilt,
    so schmerzt sie doch bei schlechtem Wetter.
    Je mehr du die Trauer unterdrückst,
    desto brutaler bricht der Schmerz dein Genick.
    Die Angst wickelt dich um den Finger,
    biegt dich wie Wind einen einsamen Halm.
    Ungeweinte Tränen überfluten die Seele,
    ungeschriene Wut zerquetscht deine Brust.
    alles was die Zeit hinterlässt sind neue Wunden,
    die auf alten Narben blutig mahnen.


  • Die lautlosen Schreie

    Die lautlosen Schreie 

    by D.B.C.  24.10.2013 21:20 Uhr

    Kaum bettest du dich in dein ruhiges Bett,
    geht dein Gewissen auf lange Wanderschaft.
    So bald der Kopf auf dem Kissen ruht,
    schweifen die unsäglichen Gedanken durch ihn.
    Wenn der erste Atemzug verhallt,
    kommen die traurigen Gefühle hervor.
    Auch wenn du dachtest du hättest gesiegt,
    beweist die Zeit, dass dir nur Ruhe vergönnt war.
    tief im unruhigen traumlosen Schlaf,
    rinnt eine einzelne Träne über die Wange,
    und deine Seele schreit lautlos heraus,
    du hältst dir vor Schmerz die Ohren zu.
    Jeder Andere merkt nicht mal das etwas ist.


  • Es sind Nächte der Tränen

    Es sind Nächte der Tränen

    by D.B.C.  24.10.2013 21:10 Uhr

    Tage wie jene gibt es immer wieder,
    sei es Todestag oder Geburtstag,
    Es kommen die Erinnerungen zu dir,
    unaufhaltsam überrumpeln sie dich,
    Dein Herz könntest du dir ausreißen,
    und du leidest unbeschreibliche Qualen.
    Mach‘ mal Jemand anderes klar,
    dass es trotz Jahren der Heilung so ist,
    so dass alles drückt und zerrt und
    die Macht es zu unterdrücken dir fehlt.
    Die gesammelten Tränen sind es,
    welche auch nach 19 Jahren hervor quillen.
    Es schmerzt immer und immer wieder,
    nur ist es manchmal einfach unbändig stark.
    Der Schmerz tritt dir in den Magen,
    die Seele geht schluchzend in die Knie,
    mental liegst du ausgestreckt auf dem Boden,
    weinst auch wenn es wieder Keiner sieht.


  • Ninas 19 (Gedicht)

    Eine Freundin

    für OddNina by D.B.C. zum 7.12.08

    Sie ist immer da, wenn Du sie brauchst,
    Sie hilft, wann immer die Not dazu da ist,
    Selbst weinend, trocknet sie deine Tränen,
    Sie bietet Dir die Schulter zum anlehnen.

    Sie reicht Dir die Hand, wo immer sie kann,
    Sie steht hinter Dir, ohne das du nur danach fragst,
    Öffnet Dir die Augen, wenn du die Wahrheit nicht siehst,
    zeigt den rechten Weg, wo immer man von Diesem abkommt.

    Es gibt jedes Jahr nur diesen einen Tag,
    da kann man nur ein Stück davon zurück geben,
    Somit ergreife ich die mir gebotene Chance,
    Dir Alles und noch viel mehr zum Geburtstag zu wünschen.


  • Grummeln

    Mein Feedreader hat mir heute ein Gedicht gezeigt. Das hat mich ziemlich stark berührt, aber nicht weil ich in einer ähnlichen Situation bin, mehr weil es in wenigen Worten soviel Schmerz zu transportieren vermochte.

    Was bleibt ist die Errinnerung an Sonntag abend, die noch immer in mir schmerzt.


  • Gedicht gefunden

    Nach dem Nina damit angefangen hat, Fundsachen in Prosaform zu bloggen, bin ich auch über ein nettes Stückchen Text gestolpert. Wo ich es gefunden habe? Bei Starlett in der sidebar:


    Ich bin nicht arrogant
    Nur weil ich manche Leute nicht mag.
    Ich bin nicht eingebildet
    Nur weil ich mich so mag wie ich bin.
    Ich bin nicht kompliziert
    Nur weil ich manchmal Stur sein kann.
    Ich bin nicht unverschämt
    nur weil ich sage was ich denke.
    Ich bin nicht kindisch
    Nur weil ich manchmal albern bin.
    Ich bin nicht schlecht erzogen
    Nur weil ich manchmal Laut bin.
    Ich bin keine Zicke
    nur weil ich weiss¸ was ich will.
    Ich bin Ich


  • Geliebte der Nacht [4]

    Posted on by Falko

    D.B.C. 24.07.2008 4:00 Uhr

    … in all der Ruhe knarren flüsternd die Türen,
    fast lautlos verrichten sie den Dienst,
    die Tafel strahl im fahlen Kerzenschein,
    doch alleine stehst Du,  einsam hier.

    Der Wein fast schwarz im Kelche,
    er bitte fast probiert zu werden.
    Ein Luftzug zeigt Dir sein kommen,
    charmant reicht er Dir deinen Stuhl.

    Sanft schiebt er den Stuhl nach vorn,
    reicht Dir den Kelch in Unterwürfigkeit,
    sieht Dir tief in die Augen,
    schon dieser Blick, begehrt Dich.

    Seine Lippen sind noch fest geschlossen,
    aber sein Duft um schmeichelt Dich,
    er legt von hinten seine Arme um Dich,
    Du spürst sie, die Kraft, die da, nur Dich zu halten.

    Im gehen streift er sanft dein Ohr,
    ob gewollt, es kribbelt tief in Dir.
    ganz langsam rollt es abwärts,
    ein Schauer der nun den Körper ganz erfasst.

    Er hebt das Glas auf Euch,
    der tiefrote Wein frohlockt die Kehle,
    wärmt Deine Seele und Dein Herz,
    lässt spüren, was nun kommen mag.

    Nun werden die Teller gereicht,
    das leckere Mahl verströmt den Duft,
    weckt Erinnerungen tief in Dir,
    genüsslich betrachtest Du sein ersten Biss….