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  • Alle Gedichte an meine „Schwester“ 3.0

  • Didi 20!

    © D.B.C. ‚08.08.97 07:52h

    Gerade noch sah ich sie,
    ihren großen grünen Augen,
    Spürte sie ganz nah,
    ihre weichen roten Lippen,
    Streichelte sie so lieb,
    ihre langen schwarzen Haare,
    Hörte sie schweigend an,
    ihre sanfte süße Stimme,
    Genoss sie regungslos,
    ihre samtig tröstenden Berührungen,
    Roch sie ganz nah,
    ihre parfümierte weiche Haut,
    jetzt seh‘ ich sie verschwinden,
    und Kälte umklammert mein Herz.


  • Didi 19!

    © D.B.C. ‚08.08.97 07:40h

    Ein Traum zerbricht,
    ein Kuss versucht zu retten,
    zu retten was übrig ist.
    Das Herz pocht vielleicht das letze mal.
    Tränen in den toten Augen,
    in den Augen die Dich aus dem Blick verlieren,
    sie haben schon zu oft geweint,
    und trotzdem gibt’s kein Ende,
    Heißt das Schicksal nicht Pech?
    Denn es beschert nur schlechte Stunden,
    tritt mir immer wieder ins Kreuz,
    verdunkelt dauernd die Sonne meines Glückes.
    Existiere ich denn nur auf der Schattenseite des Lebens?


  • Didi 18!

    © D.B.C. 05.08.97 20:18h

    Tränen des Verlustes,
    gemischt mit dem,
    Blut des Schmerzes,
    gemischt mit dem,
    Schweiß der Vereinsamung,
    gemischt mit dem,
    Speichel der Verachtung,
    gemischt mit dem,
    Gedanken an die Vergangenheit,
    gemischt mit dem,
    Blicken der Abneigung,
    gemischt mit dem,
    Duft der Leere,
    gemischt mit dem,
    Geruch der Dürre,
    gemischt mit dem,
    Gift des Hasses.
    Dieses ist das Gemisch der Angst jemanden zu verlieren.


  • Warum (Didi 17!)

    © D.B.C. ‚05.08.97 19:47h

    Warum ist der Mensch so dumm die schlimmsten Fehler zu wiederholen?
    Warum werden alle Wünsche nie erfüllt?
    Warum kann nicht alles bleiben wie es ist?
    Warum bleiben Träume Schäume?
    Warum folgt jedem Höhepunkt ein Tiefpunkt?
    Warum wird nur Hass immer erwidert?
    Warum ist die Einsamkei wie ein Stich ins Herz?
    Warum ist die Sehnsucht unser täglich Wegbegleider?
    Warum zerbircht die rosarote Brille so schnell?
    Warum ist das Schicksal immer auf der Seite der anderen?
    Warum fährt der Zug des Lebens dauernd durch tiefe Täler?
    Warum folgt unserem inneren Sonnenschein der Regen?
    Warum ist unsere Seele so gebrechlich?
    Warum lockt uns nur das Verbotene?
    Warum trägt der Baum des Lebens nicht dauernd Blätter?
    Warum trübt jemand das Wasser unsres Lebens?
    Warum ist Glück nur ein Wort?
    Warum ein Wort was den wenigsten gegönnt ist?
    Warum reiten wir nicht auf den Rücken der Freude?
    Warum lassen wir uns immer wieder abwerfen?
    Warum brennt die Zigarre der Liebe nur im Nichtraucherabteil?
    Warum sind die Farben des Lebens so schnell verblaßt?
    Warum sind Geheimnisse so süß?
    Warum sind dauernd Wolken am Lebenshimmel?
    Warum gibt es darauf keine Antworten?
    Wären sie der Sinn des Lebens?


  • Didi 16!

    © D.B.C. ‚03.08.97 03:40h

    Ich kauere tief in meiner Ecke,
    schwelge in Gedanken des Glücks,
    eine Zeit meiner Existenz,
    wo ich die Welt durch eine rosarote Brille sah,
    als die bunten Farben mein Herz noch erquickten,
    ich im 7. Himmel schwebte,
    und das um mich herum noch super war.
    Am Boden lieg‘ ich nun,
    vom Schicksal gestraft,
    vom Leben verraten,
    in Vergessenheit getrieben,
    verfolgt vom Pech,
    Fettnäpfchen an beiden Füßen,
    den Suizid vor Augen,
    Depressionen im Kopf,
    Schmerzen im Körper,
    Wunden in der Seele,
    Wut auf den Lippen,
    Hass in den Fäusten,
    Angst im Rücken,
    und Verzweiflung im Herzen.
    Kann nicht einmal im Leben,
    meine Liebe mich genauso wie ich sie Lieben ????


  • Freiheit (Didi 15!)

    © D.B.C. 30.07.97 00:37h

    Freiheit was ist sie wert,
    wenn man sie geschenkt bekommt?
    Freiheit was ist sie wert,
    wenn man sie allein genießen muss?
    Freiheit was ist sie wert,
    wenn man andere dafür bindet?
    Freiheit was ist sie wert,
    wenn man in eigenen Fesseln lebt?
    Freiheit was ist sie wert,
    wenn man sie gegen Einsamkeit tauscht?
    Freiheit was ist sie wert,
    wenn man an ihr keine Freude hat?
    Freiheit was ist sie wert,
    wenn sie ein Pakt mit den Teufel ist?
    Freiheit was ist sie wert,
    wenn sie wie Pech an einem klebt?
    Freiheit was ist sie wert,
    wenn sie die Existenz zerstört?
    Freiheit was ist sie wert,
    wenn man den goldenen gegen den leeren offenen Käfig tauscht?
    Freiheit was ist sie wert,
    wenn Worte nur noch Schall darstellen?
    Freiheit was ist sie wert,
    wenn man den Baum des Glückes dafür fällt?
    Freiheit was ist sie wert,
    wenn das Leben durch sie wertlos wird?


  • Didi 14!

    © D.B.C. ‚30.07.97 00:37h

    Wieder eine Schwester verloren,
    ein Stück ist aus mir heraus gerissen,
    wieder alles schief gelaufen,
    meine Seele ist am ersaufen,
    an den tausenden von Tränen,
    die meine toten Augen nie weinen werden,
    mein Herz ist zerpflückt,
    als wäre es explodiert,
    Gedanken fressen Löcher,
    Löcher wie Krater groß.
    Meine Sehnsucht quält mich,
    beschert mir Alpträume.
    Die Einsamkeit schleicht sich ein,
    verschlingt die Freude meines Lebens.
    Sämtliche Farben verschwinden,
    ich lebe wieder im grau in grau.
    Trübsal nährt den Schmerz,
    streut Salz in meine Wunden.
    Blut tropft aus der Seele mein,
    und fließt in den Gully der Vergessenheit.
    Es tut so weh,
    und doch wird es bald vergessen sein.
    Die Flamme der Liebe erlosch,
    in mir ist nur noch Dunkelheit.
    Ich verlor alles was ich besaß,
    nun stehe ich da,
    nackt mit leeren Händen,
    vor dem Nichts,
    wie immer halt.
    Was habe ich dem Schicksal angetan,
    das es mich dauernd nur verhöhnt?
    War ich so abgrundtief schlecht,
    dass das diese Qualen rechtfertigt?
    Ich verfolge mein Pech,
    es wird mir nie entkommen.


  • Endschuldigung

    © D.B.C. 17.06.97 21:00h

    Ich habe einen Fehler gemacht,
    eigentlich war’s als Scherz gedacht,
    doch leider im falschen Moment,
    hab‘ wohl ein beschissenes Talent.
    Dein Herz hab‘ ich zerrissen,
    mein Verstand hat mich beschissen.
    Wenn ich nur ein Herzarzt wär‘
    Dafür gäb‘ ich sogar alles her.
    Denn Dir zu helfen steht mir im Sinn,
    bloß wie bekomme ich das nur hin?
    Trübsal fühlt Deine Seele aus,
    wie grieg‘ ich den dort wieder raus?
    Es tut mir wirklich total leid,
    ich war soo blöd, dass es zum Himmel stinkt.


  • Schlaflos

    © D.B.C. ‚24.07.97 03:00h

    Du siehst zum Himmel,
    und schaust wieder hinab,
    Du findest keine Ruhe,
    es hält Dich auf Trab,
    Du möchtest träumen,
    doch Deine Augen bleiben auf,
    bleiben auf, als wären sie verflucht dazu,
    Du wartest darauf sie zu halten,
    zu trösten ganz lieb,
    um ein Stückchen,
    von dem was Du ihr angetan,
    wieder gut zu machen.


  • Auf hoher See

    © D.B.C. ‚12.06.97 03:45h

    Schwimmen in endloser See,
    im Mehr der tausend Gedanken
    rundum nirgends das rettende Land
    zielloses umher Schwimmen
    immer in der Hoffnung
    dass Herz zeige den richtigen Weg
    das Boot war schon in Sicht
    doch Deine Schwester reißt das Ruder herum
    plötzlich ist rundherum wieder nur das Meer
    das Meer der tausend Gedanken.


  • Im Treibsand

    © D.B.C. ‚12.06.97 04:20h

    Du gehst ahnungslos durch das Leben
    plötzlich zeiht es Dich nach unten
    Du bist im Treibsand der Moral
    gefangen vorm Leben
    es zieht Dich ins Nichts
    solltest Du den Ast greifen?
    Dich heraus ziehen lassen
    von der rettenden Hand
    die Dein Bruder Dir reicht?
    Oder den einfachsten Weg
    den Weg der Gewißheit
    den der unbekannten Zukunft
    durch Moral gefangen
    gehen?


  • Himmel

    © D.B.C. 12.06.97 04:35h

    Die ganze Zeit ist es klar,
    die Sonne scheint in Deinem Leben,
    die Welt ist in Ordnung.
    Du blühst total auf,
    wie Rosen im Sommer.
    Doch plötzlich zieht ein Gewitter auf,
    das Leben verdunkelt sich,
    die Sonne ist weg,
    Deine Seele verdorrt,
    im Innersten ist Winter,
    eiskalt ist Dein Verstand.
    Warum tut dieses Schicksal,
    Dir das immer wieder an?


  • Der vermeintliche Abschied

    © D.B.C. ‚11.06.97 21:35h

    Du hast mich zwar verletzt,
    doch Du hast Dir selber weh getan.
    Es tut sehr we, wenn ich den Brief lese,
    und erfahren muss, wie Du leidest.
    seit Der gestrige Abend tat mir auch leid,
    er ging wirklich voll gegen den Baum.
    Ich weiß nicht was Dir fehlt seit gestern Abend,
    aber solltest Du es finden, teile es mir mit.
    Bitt, denn es fehlt mir genauso.
    Wo der Weg den wir gingen die falsche Biegung machte,
    weiß ich nicht so genau, aber man möge behaupten,
    das es an dem Punkt geschah,
    wo ich den ersten Rückschlag kassierte,
    als ich erfuhr, welche Bedeutung Dein Ring wirklich hat.
    Er war am falschen Finger, wie sollte ich es ahnen?
    Ab da gingen unsere Wünsche auseinander,
    Du bliebst bei Deinen und ich bei meinen.
    Wir lebten uns unfreiwillig auseinander,
    schuld waren diese dummen zweideutigen Gesten,
    und diese hoffnungsmachenden Andeutungen.
    Wir haben nur einen Fehler gemacht,
    wir haben auf unsere Herzen gehört,
    und den Verstand abgeschalten,
    doch war es wirklich ein Fehler?
    Ich weiß es nicht,
    es war einfach zu schön um wahr zu sein.


  • Didi 13!

    © D.B.C. ‚09.06.97 22:57h

    Das Spiel ist endlich vorbei.
    Ein böses Spiel mit vorab festgelegten Verlierer.
    Es beißt sich in der Seele fest,
    es reißt Krater in mein Herz.
    Doch verloren ist verloren.
    Man muss sich halt damit abfinden.
    Die Höhe des Risikos war von Anfang an klar,
    wer sich darauf einläßt,
    muss mit den Folgen leben.
    So weh es auch tun mag.
    Wer keine Rückschläge verträgt,
    sollte sich in einen Bunker einschließen,
    denn sie sind fester Bestandteil des Lebens.
    Die Kehrseite der Medaille namens Glück.
    Wer Freude spüren will,
    muss erst Schmerz kennengelernt haben,
    sonst weiß er nicht was Liebe ist,
    wenn er den Hass nicht kennt.
    Man kann um niemanden trauern,
    den man nicht geliebt hat.
    Tja ich habe es riskiert,
    die Chancen waren minimal,
    der Sieg nahezu unmöglich,
    und es gelang auch nicht.


  • Didi 12!

    © D.B.C. ‚08.06.97 01:26h

    Der Abend ist verdammt lang,
    die Einsamkeit ohne Ende beißend.
    Die Langeweile erdrückend.
    Wenn ich bloß könnte,
    würde ich Krokodilstrännen weinen.
    Doch meine Augen bleiben trocken,
    es sind große Löcher in meinem Herz,
    doch von Blut ist keine Spur zu sehen.
    Ich hatte auf Dich gehofft,
    doch Du hast meine Hoffnung,
    im Winde zerstreut.
    Womit habe ich es verdient?
    Hab ich Dir irgend etwas getan?
    Es ist ein Abend,
    wie der an dem wir uns richtig kennen lernten,
    ein Abend zum untern Tisch saufen.
    Alkohol bis zum Abwinken,
    bis die Birne wieder frei von Trübsal ist.
    Der einzige Weg nach draußen,
    heraus aus dieser sch… Stimmung,
    Warum kann man sich nicht in den Hindern beißen?
    Das würde ich jetzt liebend gerne tun.