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  • Aus und vorbei

    Posted on by Falko

    3 Jahre sind es nun fast. die ich mich aufgeopfert habe für ein in meinen Augen revolutionäres Projekt. Es gab Höhen und Tiefen, das war und ist ja normal. Wir waren fertig und warteten auf die Eröffnungsfeierlichkeiten. Da kam das Aus.

    4 Tage ist es nun her und ich beginne erst jetzt es wirklich zu verarbeiten. Mein innerer Motor bremst scheinbar ziemlich langsam, vor allem weil mein Geist noch immer auf dem Gas steht. Ich brauchte diesen Antrieb er hielt mich, gab mir Sinn. Der Streß ist nun weg, er hinterläßt eine Leere.

    Nun verfalle ich in meine alte Lethargie. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es füllt sich anders an. Es ist irgendwie anders als früher. Damals (Mauerfall) war es der Wegfall meines ganzen Weltbildes, nun ist es „nur“ ein Projekt.

    Ich vermute genau in diesem Unterschied, spaltet sich mein Geist. Zum einen will ich alles erst mal abkühlen lassen, ja vielleicht auch richtig trauern, auf der anderen relationalen Seite sage ich mir, das es nicht groß genug für dererlei Reaktion war. Jetzt meine Playlist auf „Deprie Mucke“ umzustellen, hilft mir wenig. Ich konsumiere eher den alten Schmerz. Es ist nichts was Bezug zu diesem Verlust hat, dass ist als wenn ein Teil in mir glaubt, ich habe es damals so überstanden und zurück ins Leben gefunden, warum sollte das diesmal falsch sein.

    Und doch wenn ich mir die Phasen der Trauer ansehe, bin ich eigentlich genau mittendrin. Das schlimme mit dem W:O:A liegt eine so schöne Zeit vor mir und doch kann ich mich aktuell nicht darauf freuen.