• Tag Archives Nachgebloggt
  • Montags Mobing

    Es war so ein Erlebnis,dass mir in den Osterferien beim Sport eine Modebewußte zu mir äußerte:

    Was ist mit dir los? Du bist heute so bunt.

    Das ist für mich quasi das definitive Antikompliment.

    Ein Diskounter hat in dieser Woche netter weise gleich am Montag fast komplett schwarze Sportklamotten im Angebot. Ich mir also Montag gleich das Auto geschnappt, die Kinder verräumt um pünktlich dort vor der Türe zu stehen.

    Ich komm wie das nun mal mit Kindern ist, etwas später. Also rein normale Route und hin an die Nonfood Regale. sieht mich eine alte Frau von der Seite an und sagt:

    Sie brauchen bei den Oberteilen gar nicht nach zu sehen, sind nur kleine Größen da.

    Abgesehen das wirklich nur S und M da waren schossen mir augenblicklich viele Antworten durch den Kopf:

    haben sie mich gerade fett genannt?

    Security, diese Dame hat mich beleidigt.

    Auf die Fresse oder was?

    Ich bin niiiicht Dick (ala Obelix)

    Ihnen auch einen schönen guten Morgen, Männeroberteile würden ihnen sowieso nicht stehen.

    Schwarz macht schlang, da kann ich auch eine kleinere Größe nehmen.

    ROFLcopter GTFO (im Piratenstyle) 😀

    und einige mehr.

    Jedenfalls war ich vor dem ersten Energydrink/Kaffee/Mate schon bedient. Am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub, der noch nicht mal begonnen hatte.


  • Der erste Morgen

    W:O:A 2010 Tag 0 a

    6:30 Uhr, die Sonne und meine Blase wecken mich. Der beim schlafen gehen noch so lebhafte Zeltplatz wirkt jetzt verlassen, ruhig, ja fast wie tot.

    Selbst jetzt gegen 7 Uhr scheint ganz Wacken noch zu schlafen. Aber am Dixi-Punkt treffe ich die ersten Menschen. Ich noch allein, begebe mich zum WC-Royal/Shower – Punkt, da es dort Trinkwasser und Waschbecken gibt. Dort verrichte ich meine Morgentoilette. Mit Trink- bzw. Kaffeewasser komme ich an dem allein und selbst aufgebauten Zelt an. Sofort mache ich mich ans Wasser erhitzen und Kaffeekochen. Dabei werde ich vom ersten Schauer des Tages überrascht. Eine Flucht (mußte alles erst ins Trockenen räumen) ins Zelt war nur dazu da festzustellen, dass der Schauer bereits wieder vorüber war. :owned:

    Der erste Krüger-W:O:A-Cappuccino und auch der Wackenzeltplatz wird so langsam wach. Man sieht das es für den ein oder anderen schon gestern viel zu viel war. Viele sitzen noch recht „geplättet“ mit Kaffee vorm Zelt. Es ist bereits weit nach 4 Uhr, also höchste Zeit für Fass (5–Liter-Dose) Nummer 2 😉 Langsam gibt es auch rundum wieder Musik, das schont die Autobatterie .


  • 12 Jahre

    (ja diese Post ist 30 Tage schon überfällig *schäm*)

    Ich muss euch sagen, es fällt mir nicht leicht diese Worte und Zeilen hier zu hinterlassen. Liegt es wohl auch daran, dass die betreffende Person mit ließt. 😉

    Aber mein Vorsatz wieder mehr zu bloggen oder auch das allgemeine Mitteilungsbedürfnis erfordern es doch.

    Nun weiß ich nicht womit ich anfangen soll. Natürlich geht es um jene weibliche Person, der hier wohl die meisten Zeilen gewidmet sind. Ja es sind alte Worte, deshalb aber wohl kaum weniger wahr.

    Nun mehr 12 Jahre sind seid der Trennung vergangen und doch fühlt sich alles noch so an als wäre es gestern gewesen. Alles ist noch(wieder) da, der Schmerz, die Verwirrung, das Hin-und-Her-gerissen-sein, die Unwissenheit, die warmen Worte die nicht sagen was sie meinen und die irreführenden Interpretationen. Das was aber nicht geblieben ist, dass vermiss ich doch sehr.

    Nun ja, Web2.0 sei dank habe ich also wieder Kontakt zu ihr. Aber es ist nicht mehr so wie es mal war. Wir konnten mal über alles reden, nun aber ist alles eine Gefahr für das aktuelle Leben. Hat das damalige uns nicht genug geprägt? Könnte es vielleicht auch der Fall sein, dass es uns mehr geprägt hat und selbst die Zeit dem rein gar nichts anhaben kann? Ich kann es alles noch nicht wirklich verstehen, ich mag sie noch wie damals und doch ist jedes Gespräch, wenn auch nur elektronisch … Hmm, Flo würde es so beschreiben:

    Topfschlagen im Minenfeld oder Jenka mit dem Baseballschläger

    Egal welche Worte und Sätze ich wähle es sind zu 95% die falschen. Ich habe die Situation während ich ihr schreibe, offensichtlich überhaupt nicht unter Kontrolle. Jedes mal wenn ich fühle, dass wir wieder wie früher mit einander reden können, passiert etwas unerklärliches und alles geht schief.

    Ohne jetzt arrogant sein zu wollen, ich kann doch recht gewählt mit Worten um gehen. Wenn ich aber mit ihr schreibe, ist diese Fähigkeit plötzlich wie im Cyperspace verschlungen.

    Meine Sprachgewandheit, mein Feingefühl, mein Einfühlvermögen ach alles ist plötzlich in mir eingeschlossen und lässt sich nicht benutzen.

    Ich bin etwas unschlüssig was ich nun tun soll. Im Moment habe ich ihr eine Auszeit zugestanden so weh mir diese auch tut, vielleicht kommt sie dann besser damit klar. Es könnte auch sein, dass ich endlich meine Beherrschung was die Wortwahl angeht wieder finde. Leider fehlen mir ihre nette Worte trotzdem sehr. Bin ich doch froh, sie wiedergefunden zu haben.

    Eine Geschichte beginn von vorn? ….


  • ups wo ist die Woche hin

    Da ist es schon wieder Dienstag und ich stelle fest die letzte Woche schien irgendwie nicht da gewesen zu sein.

    Sicher auf Arbeit gibt es Stress und eine Familie mit einem Schulkind und einem Baby ist auch nicht mal eben so zubalancieren.

    Wenn ich nun zurück blicke ist mehr passiert als es sich innerlich bei mir anfühlt.

    Der Große hatte spielfrei, hat aber die erste Mannschaft die eigentlich hätte aus den Vollen hätte schöpfen können nicht davon abhielt mit einer 0:3 Schlappe heim zu kommen. Na heute ist ja wieder (Straf)Training. Die armen Kleinen, noch halten wir am Trainer fest, aber wie es nun mal in der Welt des Fußballs ist, ist die Mannschaft erfolglos muss eben der Trainer gehen.  🙂

    Piratiges ist … na sag ich mal so, es ist nicht tot aber die Begeisterung und das Wahlfieber sind am abkühlen. Für die weitere Arbeit ist sicher ein klarer (abgekühlter) Kopf wichtig um sich auch als Partei so aufzustellen, dass die vielen OrgaFehler durch Organe/Institutionen oder was auch ich für Strukturen abgefangen werden. Seit Samstag weiß ich das wir genau die nerdige/geekige Mitgliederzahl von 256 in Unterfranken haben. 😉

    Mitbestimmung in der Schule … ja ich kann es nicht lassen … war ich ja langjährig Klassen und Schulsprecher, arbeite ich mich nun zum Eltersprecher/Elternbeiratsmitglied auch hier wieder in die Diskussion mit Lehrern und Rektorin. 😉 So kam es, dass ich mich am 8. Oktober mal eben in den Beirat habe wählen lassen und werde dort als Schriftführer beginnen. Es ist schon ein neues Feld, eigentlich mit Schule nix mehr am Hut zu haben, doch irgendwie betroffen zu sein und nun auch noch mitreden zu dürfen/wollen/sollen/können (sucht euch was aus 😀 ).

    Also irgend wie war schon was los und doch habe ich die Woche irgendwie nicht wahr genommen. Mal sehen wie es mit dieser Woche wird, die nächste merke ich auf jeden Fall, denn ich werde mal wieder etwas reifer.


  • fast wie der Glubbb

    Mein Sohn 1.0 ist nun in der U9 des SV Kleinochsenfurt. Heute war nun sein erstes Ligaspiel. Was soll ich schreiben, es war eine Mischung aus Glück, auf dem Haufen rumstehen, Radschlagen und Latschen, was letztlich zum leider verdienten 0:3 führte.

    Wir haben dabei viel gelernt:

    • Ohne den Tormann wären sie ab gesoffen
    • Manche sind in der Abwehr schon recht gut, dazu gehört mein Sohn.
    • Einen Stürmer wie seinen Kumpel stellt man nicht in die Abwehr und erst recht nicht neben meinen Sohn, das führt zum Kaffeklatsch. 😉
    • Ein Stürmer gehört vor das gegnerische Tor
    • Aber er sollte wissen, dass dies erst nach jedem Anstoß so ist.
    • für das 4./5. Training schon recht gut, es wurde schlimmer erwartet.

    In mir jedenfalls kamen Erinnerungen hoch, in dem der Glubb auch nur dank Tormann nicht ganz ab gesoffen ist. wie auch das unglückliche 0:2 das die Moral total zerstört hat und der Glückstreffer in der letzten Minute. Letztlich wie ein Blick ins WWW zeigt, haben welche schlimmer verloren heute.


  • So sollte ein Leben eigentlich nicht beginnen…

    Die Geburt war eigentlich bislang sein schönster Klinikaufenthalt.

    Vor 2 Wochen war er schon mal wegen Blut im Stuhl in der Uni (Kinder) Klinik zu Würzburg. Nun liegt er wieder dort, gleiche Klinik, gleiche Station, aber andere schlimmere(?) Krankheit.

    Ja natürlich ist noch nichts klar. Er hatte hohes Fieber und wir sind, auch wegen dem festgestellten vergrößerten Nierenbeckens, direkt zur Kinderärztin und diese hat gleich gesagt: „ab stationär“. Okay sie hat den Urin noch untersucht und dort schon eine Entzündung festgestellt.

    Nun ist für uns eine Welt zusammen gebrochen. Müssen wir wieder dort rein? Also fachlich sind die dort top und genießen einen berechtigt guten Ruf. Nur gibt es sowohl Ärzte als auch Schwestern die in sich rein muffeln oder einfach mal gar nichts sagen und dich dumm auf dem Zimmer versauern lassen.

    Ja die Zimmer sind in erster Linie funktional, müssen sie ja auch sein. Das typische Unwohlsein in einer Klinik kommt eben doch voll rüber.

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  • Zeige deinen (Baby) Stolz

    In der Schweiz (dem Wahlarbeitsort meiner Mum) ist es schon überall zu sehen. Ja die Schweizer schreien die Geburt ihrer Kinder förmlich heraus.

    Nun hat uns das gefallen und meine Mum meinte okay, wenn euch das gefällt, dann braucht Lof Marven auch eines.

    Seid heute hängt dieses auch an unserem Zaun:


  • Er darf…

    …Lof Marven heißen, denn heute haben wir alle Urkunden aus dem Standesamt bekommen.

    Ich danke hiermit, auch wenn sie es sicher nicht lesen werden den Damen des Standesamtes in Rothenburg. Erstens weil sie sich überzeugen ließen, dass es „Marven“ als Name gibt. Zweitens weil sie noch ein altes Namensbuch in dem „Lof“ steht besitzen. Drittens und letztens dafür, dass die Geburtsurkunde meines Sohnes (Gebühr 10 Euro) auch nach Urkunde aussieht. Sedriks Urkunde ist eher ein weises Blatt mit Siegel und Unterschrift.

    Somit Danke nochmal auf vom nun offiziellen Lof Marven


  • Das wars dann wohl….

    oder Sohn 2.0 hat nun seinen Namen.

    Heute gegen 8.10 wurde die Mail gelesen. Schon um 8.19 bekamen wir folgende Mail:

    vielen Dank für die Zusendung, so dass Ihr Sohn wunschgemäß den Namen „Lof Marven“ erhalten kann.

    Somit ist das durch und unser Sohn der erste „Marven“ den es in Rothenburg o.d.T. je gab (seid der Einführung der PCs). Ich kann aber nicht sagen das sie je einen „Lof“ hatten. 😀


  • Der Tag 0 die Fortsetzung

    oder Lof Marven verlässt das erste mal die Klinik.

    Es dauerte noch bis ca. 11 Uhr bis mich so ziemlich die letzten Kräfte verließen und ich über Burger King gen Heimat fuhren. Frisch gestärkt und über das stattfindende Taubertal Festival lächelnd und Wacken vergötternd kamen wir zu hause an.

    Angesichts der 32 °C war wenn nur die Entspannung im Freibad zu finden. Also schnell alle Badesachen zusammen gesucht und ab ins Ochsenfurter Bad. Ja das war mal wieder ein super Plan. Man geht bei 32°C im Schatten mit seinem Sohn und eine Kumpel ins einzige Freibad im Ort und hoffen nach 30-60 Minuten baden mit meinem Sohn würde ich an diesem Tag noch 2-3 Stunden Schlaf auf der Liegewiese bekommen. Aber merke: Wer ein Kind hat und dieses elementar für einen Plan ist, vergiss den Plan oder mache ihn erst gar nicht, den erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. 😀

    Also ich habe erstmal eine Stunde mit Sohn1.0 gebaden und bin dann raus. Aber mein Kumpel war wohl weniger als halb so spannend, weshalb nur 10 Minuten später mein Sohn wieder neben mir und meinte ich müsse wieder mit, sonst wäre es zu laaaaaangweilig.

    Also sie haben es doch noch geschafft 40 Minuten zusammen zu spielen und dann war ich wieder dazugenötigt gewesen, weiter zu baden und meinem Sohn vom 1m Brett springen zu sehen.

    Also nach 2 Stunden von 6-8 habe ich also nicht wirklich Ruhe bekommen. Gegen 17 Uhr sind wir zwei (Sohn1.0 und ich) zur Mutter und Sohn2.0 in die Klinik gefahren.

    Also Sedrik durfte damals als Baby nicht raus, hier in Rothenburg, hatte damit wirklich niemand ein Problem. Also Kinderwagen geborgt und raus ins Frei.

    Mein erster Ausflug
    Mein erster Ausflug


  • Der Tag 0 oder die Geburt

    Wie der letzte Tag endete begann der Neue.

    Die Wehen wurden so häufig, dass zwischen ihnen kaum noch eine Pause war. Es waren alles Arbeitswehen und ich spürte das meinen Schatz nun doch noch weit vor der eigentlichen Geburt die Luft auszugehen schien. Gegen 1 Uhr hatten wir dann eine Muttermundsöffnung von 5 cm also gut die Hälfte geschafft.

    Der Tropf war zwischenzeitlich einem milden Schmerzmittel (Zuckerwasser) gewichen und die Wehen waren immer intensiver aber wieder mit Pausen.

    Bis hier her hatte ich schon gelernt, dass es in Kreißsälen sehr viele eklige Sachen zusehends normal zu sein scheinen. Ich will da nicht näher darauf eingehen als das Zitat „unserer“ Hebamme:

    Bei einer Geburt gibt es viel Verschiedenes das vorkommen kann, aber nichts davon ist Igitt.

    Es dauert eine weitere laute Stunde im Kreißsaal, bis gegen 2 Uhr der Wehentropf noch wie das Nitro beim Auto den letzten Kick geben sollte. Dem war auch so, gegen 2.10 Uhr rief die bereits sehr vorbereitete Hebamme die Ärztin an, ob sie zur Geburt in den Kreißsaal kommt.

    Viel Geschrei, Flüche, Aufgabetessen ihrerseits und vielen Beschwichtigungen und Mutzusagen unsererseits (Hebamme, Ärztin und ich) kam es um 2.33 Uhr zu der folgenden Aussage:

    Wir haben ihn und er schreit auch schon….

    Lof Marven - erstes Lächeln
    Lof Marven - erstes Lächeln

    Seine Statistiken offenbarten dann so einiges: Größe 52 cm, Kopf 37cm und ein Gewicht von 4.410 Gramm.

    Wir blieben sehr lange und versuchten das erste Stillen noch im Kreißsaal. Nach einer Flasche Sekt und viel Koffein war ich kaum mehr in der Lage zu fahren. Also schlief ich im Auto um gegen 9 Uhr mit meinem 1. Sohn unseren neuen Familienzuwachs zu begrüßen.

    Aber gegen 11 Uhr war der Hunger und die Müdigkeit schuld, dass wir uns von der Klinik Richtung Heimat auf machten. Ich dachte bei dem Wetter im Freibad entspannen zu können, aber Fehlanzeige.

    …wird noch fortgesetzt…


  • Der Tag T-1 oder die Entscheidung

    Es mehrten sich die Anregungen und Sprüche dass es langsam Zeit würde, aber vorerst nach wenig Schlaf sah es wohl wieder nach einem laaaangen Tag fast ausschließlich im Kreissaal aus.

    Die ersten 2 Pillen, brachten zwar regelmäßige aber eher unwirksame weil schmerzfreie Wehen. Leider ist es auch bei der Geburt so, dass nur was weh tut auch wirklich was bringt.

    Da Sedrik #Sohn1.0 früh mit mir in die Klinik fuhr, wurde er gegen 14 Uhr von einer guten Freundin wieder nach hause gebracht.

    Die dritte Pille sollte es reisen…aber nun ja, nicht wirklich so wie erwartet. Letztlich waren wieder km um km hinter uns und die ohnehin schon abgenutzten Treppen vorm Kreissaal noch etwas mehr abgenutzt.

    Um die vierte Pille zu vermeiden, kam nun eine Aromaterapie in Form von Nelkenöl und Massage zum Einsatz, ein starker Kaffee war auch dabei. Ich musste also schon mal anfangen als Masseur. Wir haben uns zum ach ich weiß nicht wie vielten mal die Klinik rundherum angesehen. Ich habe unterwegs und nach dem Abendbrot (nein die tolle Cafeteria hatte nichts Warmes mehr) eine Massage vorgenommen.

    Zu behaupten das es nichts gebracht hat, wäre falsch, den schließlich waren einige „Arbeitswehen“ dabei. Ja der Muttermund war noch immer bei 2-3 cm, dafür aber war der Gebärmutterhals vollends verschwunden.

    Dies heißt nach Aussage der Hebamme (mittlerweile die vierte) und der Ärztin, dass es durch aus möglich wäre die Geburt mit sofortigem Einsatz des Wehentropfes (Salzwasser 😉 ) zu beenden. Das war so zwischen 21 und 22 Uhr.

    Nach dem gestrigen Tag und der sehr traurigen Entscheidung aufzugeben um nicht die Müdigkeit noch zusätzlich als Belastung zu haben und heute wieder von neuen zu beginnen, war es schwer. Auch wenn es wieder ein sehr langer Tag war, entschied sich mein Schatz es in der Nacht noch durch zu ziehen.

    Es gab also eine Tropf und ich hatte einige Anrufe später wohl meine schlimmste und schönste Nacht noch vor mir.

    Bis 11 Uhr konnte ich noch in Ruhe die Beine im Kreißsaal hoch legen. Danach wurden die Wehen heftiger und ich stand wenn nicht gerade als „Boxenstop“ mit Wasser nur mit Igelball oder eigenen Fingern massierend hinter ihr.

    Auch dieser Tag verstrich ergebnislos, aber im Bewusstsein, dass noch bevor die Sonne wieder aufging, in jener Vollmondnacht auf den Tag mit dem geekigen Datum 07.08.09, unser Sohn das (Neon)Licht der Welt erblicken würde.


  • Der Tag T-2 oder die Klinikankunft

    Dies begann eigentlich am Tag vorher aber damit der Zusammenhang erhalten bleibt hole ich da erst jetzt nach.

    Ich hatte gestern Abend die eigentlich für meinen Schatz zuständige Hebamme angerufen um ihr zu sagen, dass wir als „überfällige“ nun heute in die Klinik fahren würde zum einleiten. Eigentlich hatte ich angerufen ob ich in der Klinik wo sie arbeitet vorher noch was ankündigen muss. Aber durch eine Diskussion pro, contra und Verlauf einer Einleitung, habe ich das Thema leider vergessen.

    Also ruf ich einfach so in der Klinik an und sage „wir müssen, wenn heute Nacht nix passiert, morgen zu euch zum Einleiten kommen“ und schon hatte ich einen Termin für 8:30Uhr.

    Ich sitze also am Mittwoch früh mit Schatz im Vorraum des Kreissaals und warten auf die Hebamme.

    Zu unserer und ihrer Überraschung kommt genau ihrer Hebamme um die Ecke und alle belustigen sich an dem Anruf des gestrigen Tages… ich erinnnere mich nur noch an Aussagen ala:

    Du wußtest doch wo ich arbeite

    Warum habt ihr nicht gesagt dass ihr hier her kommen würdet

    Dann aber mal schnell, wir werden zusehen, dass ich auch die Letzte aus dem Vorbereitungskurs noch entbinden kann. 😉

    Schon ging es ab zum CTG…eine reale Baumvernichtungsmaschine. Sicher ist es aus medizinischer Sicht wichtig, ja unverzichltich, aber wir haben an dem Tag sicher 9 Stunden Linien auf das Papier gezeichnet und 2 Pillen zur Einleitung bekommen.

    Nach der 2. Pille hat mein Schatz schon etwas bewirkt, aber Ergebnis war am Ende, dass bei Ankunft ca. 1cm Muttermundöffnung war und am Abend nach dem „unsere“ Hebamme in dem wohlverdienten Feierabend war, hatten wir gerademal 2cm. Allem in allem ein ewig langweiliger Tag. Außer Sitzen im Kreissaal war nur die Anmeldung in der Klinik, Essen und Laufen in (hauptsächlich Treppen, Treppen und Treppen) und um die Klinik im Programm.

    Letztlich verabschiedete sich unsere Hebamme mit der Drohung:

    Ich habe am Freitag die Nachtschicht. Wenn ihr denkt ihr wartet so lang, dann komme ich nicht und ihr müßt dann ohne Hebamme sehen wir ihr es schafft. 😀


  • der Tag T-3 Geburt

    Laut Berechnung waren wir nun schon 11 Tage drüber.

    Es war ein Frauenarztbesuch geplant, mit der Ankündigung, dass er über die Einleitung „nachdenken“ will.

    Wir begrüßten die Dame am Empfang mit „wir die Stammgäste mal wieder“ und sie lachte nur.

    Nach CTG und Ultraschall, gab uns der Arzt indirekt ein Hausverbot:

    Wir warten die heutige Nacht noch ab und morgen gehen sie dann in die Klinik und lassen die Geburt einleiten!

    Am Empfang gingen wir mit dem Spruch „wir dürfen nicht mehr wieder kommen…wenn gehen wir morgen in die Klinik.“ vorbei und verliessen die Praxis.