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  • 2. Tag Uni-Klinik die OP

    Ich glaube nur wer so etwas schon einmal mit machen musste kann uns verstehen. Es ist ein Saudoofes unbeschreibliches Gefühl sein Baby (5 Monate) zu einer OP abgeben zu müssen. Es reist einem förmlich das Herz aus der Brust kick es drei mal gegen die Wand wische alles wieder auf und schütte es zurück an den Platz wo vorher mal das Herz seinen Platz hatte. Oder zumindestens ist das naaaaah dran.

    Aber das ist noch nicht wirklich das schlimmste am heutigen Vormittag. Die OP war für ca. 1,5 Stunden und 8 Uhr Beginn angesetzt. Wir haben mit den genannten Gefühlen gegen 7:20 Uhr abgegeben. Sollte gegen 8 auch recht pünktlich losgegangen sein. Wir haben erstmal ausführlich gefrühstückt. Gegen 9:30 Uhr kamen die Gedanken, viele Gedanken und alle auf einmal. Dazu waren noch einige komisch unerklärliche Gefühle so was wie einwenig übel und Magengrummeln. Gedanken ob es wirklich richtig war sich dafür zu entscheiden.

    Ich weiß das das Schiksal es nie wirklich gut mit meiner Familie gemeint hat und LMF ist nun mal mein Zweitgeborener wie mein verstorbener Bruder es auch war. Als ich gestern so durch das Uni-Klinik-Gelände lief auf dem Weg zum Auto kam mir ein Bentlay Leichenwagen  entgegen. Das kam mir zumindest nun als schlechtes Omen in den Kopf zurück.

    Es sollte nochmal weitere 90 Minuten dauern bis wir den erlösenden Anruf bekamen. Punkt 11:05 klingelte mein Handy und man holte uns in den Aufwachraum.

    Über eine Stunde später wurden wir per Krankenwagen auf Station verlegt. Dort wurden 3 der 4 Beutel ausgetauscht und alles ordentlich am Bettchen befestigt. Mama begann mit abpumpen und ich kümmerte mich dass es LMF so gut wie möglich ging.  Gegen 14 Uhr hatte ich endich die Gelegenheit aller Welt die frohe Nachricht zu überbringen, aber so massenweise habe ich die SMS dann doch nicht gestreut. Also die Zeit war dann genau richtig um sich einen Burger zu jagen.

    LMF schläft nun fast durchweg, aber wenn er wie ich ist schläft er sich gesund, habe ich auch immer so gemacht. Ich hoffe, dass er recht bald einige oder alle 4 Schläuche aus seinem winzigen Körper bekommt. Aber am meisten wünsche ich mir das alles gut verheilt und die Operation auch was gebracht hat, dass steht nämlich aktuell noch gar nicht fest.