Wie der letzte Tag endete begann der Neue.
Die Wehen wurden so häufig, dass zwischen ihnen kaum noch eine Pause war. Es waren alles Arbeitswehen und ich spürte das meinen Schatz nun doch noch weit vor der eigentlichen Geburt die Luft auszugehen schien. Gegen 1 Uhr hatten wir dann eine Muttermundsöffnung von 5 cm also gut die Hälfte geschafft.
Der Tropf war zwischenzeitlich einem milden Schmerzmittel (Zuckerwasser) gewichen und die Wehen waren immer intensiver aber wieder mit Pausen.
Bis hier her hatte ich schon gelernt, dass es in Kreißsälen sehr viele eklige Sachen zusehends normal zu sein scheinen. Ich will da nicht näher darauf eingehen als das Zitat “unserer” Hebamme:
Bei einer Geburt gibt es viel Verschiedenes das vorkommen kann, aber nichts davon ist Igitt.
Es dauert eine weitere laute Stunde im Kreißsaal, bis gegen 2 Uhr der Wehentropf noch wie das Nitro beim Auto den letzten Kick geben sollte. Dem war auch so, gegen 2.10 Uhr rief die bereits sehr vorbereitete Hebamme die Ärztin an, ob sie zur Geburt in den Kreißsaal kommt.
Viel Geschrei, Flüche, Aufgabetessen ihrerseits und vielen Beschwichtigungen und Mutzusagen unsererseits (Hebamme, Ärztin und ich) kam es um 2.33 Uhr zu der folgenden Aussage:
Wir haben ihn und er schreit auch schon….
[caption id="" align="alignnone" width="368" caption="Lof Marven - erstes Lächeln"]

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Seine Statistiken offenbarten dann so einiges: Größe 52 cm, Kopf 37cm und ein Gewicht von 4.410 Gramm.
Wir blieben sehr lange und versuchten das erste Stillen noch im Kreißsaal. Nach einer Flasche Sekt und viel Koffein war ich kaum mehr in der Lage zu fahren. Also schlief ich im Auto um gegen 9 Uhr mit meinem 1. Sohn unseren neuen Familienzuwachs zu begrüßen.
Aber gegen 11 Uhr war der Hunger und die Müdigkeit schuld, dass wir uns von der Klinik Richtung Heimat auf machten. Ich dachte bei dem Wetter im Freibad entspannen zu können, aber Fehlanzeige.
…wird noch fortgesetzt…